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OPC-Extrakte

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Frage

In Ihrem Artikel zu OPC schreiben Sie, dass die Wirkung nicht belegt ist. Was soll man dann von den unzähligen Angeboten und positiven Erfahrungsberichten halten? Ist das alles nur irreführender Humbug?

Antwort

Unsere Aussagen beruhen auf der aktuellen wissenschaftlichen Literatur. Dies stimmt sicherlich nicht immer mit dem überein, was im Internet, in Zeitschriften oder einzelnen Erfahrungsberichten veröffentlicht wird. Als wirkungsvoll kann eine Substanz erst dann bezeichnet werden, wenn die Studienlage ausreichend ist und eindeutige positive Ergebnisse bringt. Dies ist bei OPC bisher nicht der Fall. Einzelne Erfahrungsberichte oder Beobachtungsstudien reichen nicht aus.

Gesundheitsbezogene Angaben zu Lebensmitteln müssen in Europa zugelassen sein. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit hat die Studienlage zum Einfluß von OPC auf die Gefäßgesundheit angeschaut und kam zu dem Fazit, dass es nicht genug wissenschaftliche Beweise gibt. Daher dürfen solche Werbeaussagen auf Produkten nicht mehr verwendet werden. Krankheits­bezogene Werbung sind für Nahrungsergänzungsmittel grundsätzlich verboten. Häufig werden "versteckte Werbeaussagen" jedoch in vermeintlichen "Fachartikeln", bei unseriösen Gesundheitsportalen oder in Form von Erfahrungsberichten getätigt. Hier ist es schwer zu erkennen, ob diese bewusst vom Anbieter gesteuert sind.

Der psychologische Aspekt darf ebenfalls nicht vergessen werden, wenn es um die Frage der Wirksamkeit geht. Menschen, die zu Nahrungsergänzungsmitteln greifen, haben einen Grund. Oft passiert das in dem Glauben, sie tun sich damit etwas Gutes. Allein der Glaube an die Wirkung kann das Allgemeinbefinden bessern.

Die unzähligen Angebote zu OPC sind ein Beispiel für den milliardenschweren Markt an Nahrungsergänzungsmitteln. Mittlerweile findet sich auf dem Markt jegliche erdenkliche Substanz in Nahrungsergänzungsmittelform, über die - und sei es nur aus Überlieferungen oder Beobachtungen - eine positive Meinung existiert. Solange die Gesundheit durch den Verzehr solcher Produkte nicht gefährdet ist (durch riskante Pflanzenstoffe oder Überdosierung beispielsweise), wird nur der Geldbeutel strapaziert. Im schlimmsten Fall können Nahrungsergänzungsmittel gesundheitliche Schäden verursachen.

Die meisten Inhaltsstoffe von Nahrungsergänzungsmitteln können Sie problemlos über die Nahrung in ausreichender Menge zuführen. Das gilt auch für OPC. Eine gute Quelle sind rote Trauben, Heidelbeeren, Cranberries und Erdnüsse und sie nehmen damit gleichzeitig wertvolle Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe zu sich.
 

Zum Weiterlesen:

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