Klartext Nahrungsergänzung informiert

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Weit über sechs Millionen Ratsuchende nutzten den Internetauftritt Klartext-Nahrungsergänzung der Verbraucherzentralen seit dem Onlinestart im Januar 2017.

Löffel mit Pillen
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Die Verbraucheranfragen zeigen: Ein Hauptärgernis sind vollmundige Werbeversprechen bei so manchem Nahrungsergänzungsmittel, insbesondere bei Produkten, die in Online-Shops oder Direktvertrieb angeboten werden. Denn entgegen übertriebener Behauptungen wie "verschafft massive Muskelzunahme", "Schönheit von innen" oder "Gelenkbeschwerden lösen sich auf" können die Produkte keine Wunder bewirken.

Anders als Arzneimittel dienen Nahrungsergänzungsmittel auch nicht der Vorbeugung oder Behandlung von Erkrankungen.

Zwei Videos der Verbraucherzentralen räumen am Beispiel von Gelenkmitteln, Sportler- und Anti-Aging-Produkten mit typischen Irrtümern über den Nutzen von Nahrungsergänzungsmitteln auf.

Faltenfrei und Muskeln auf die Schnelle? Nahrungsergänzungsmittel sind keine Wundermittel

 

Gelenkbeschwerden ade? Nahrungsergänzungsmittel sind keine Arzneimittel

Direktvertrieb und Internethandel im Fokus

Die Auswertung der über 2000 Fragen und Beschwerden an Klartext-Nahrungsergänzung haben gezeigt,  dass bei den Nutzern vermehrter Informationsbedarf zu Produkten aus Direktvertrieb und Internet besteht. Werden Nahrungsergänzungen im Direktvertrieb – oft von Freunden, Verwandten und Bekannten zuhause – angeboten, ist es besonders schwer, rationale unbeeinflusste Überlegungen zur Notwendigkeit derartiger Produkte anzustellen.

Mündliche Werbeaussagen und Empfehlungen der selbstständigen Verkäufer, bei denen es sich oftmals um Laien handelt, sind von den zuständigen Behörden kaum überprüfbar. Darüber hinaus sind Hinweise und Beschwerden zu Internetshops häufig. Wie brisant das Thema ist, zeigen die veröffentlichten Warnungen und Untersuchungen  zu riskanten Mitteln mit gefährlichen und zum Teil illegalen Zutaten  oder zu unseriösen Vertriebswegen wie Abo-Fallen. Eine erschreckende Bilanz lieferte hierzu eine EU-weite Kontrolle des Online-Handels.

Heilende Wirkungen nicht belegt

Etwa jeder dritte Ratsuchende erwartet aufgrund der Werbung und Aufmachung vieler Nahrungsergänzungsmittel, dass diese Produkte krankheitslindernde oder -heilende Wirkungen bieten. Dabei sollen sie lediglich eine unzureichende Versorgung mit Nährstoffen ausgleichen. Hersteller versprechen oft mehr als wissenschaftlich belegt werden kann. Auch in puncto Wirkversprechen fallen Online-Shops und Direktvertreiber negativ auf. Das zeigen die Marktchecks der Verbraucherzentralen auf "Klartext Nahrungsergänzung".

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