Sich wohlfühlen und gesund bleiben in jeder Lebensphase: Können Nahrungsergänzungsmittel die Fruchtbarkeit verbessern? Und inwieweit können sie körperliche und seelische Probleme des Älterwerdens bei Männern abmildern?
Nahrungsergänzungsmittel aus dem Internet - und über soziale Medien wie Facebook, Instagram oder Werbung in Spiele-Apps - können illegale und hochgradig gesundheitsschädliche Substanzen enthalten. Schlank und potent? Fehlanzeige!
Vom Spargeltarzan zum Muskelprotz: Aminosäure soll nicht nur Muskeln wachsen lassen. Sie ist auch häufig Bestandteil von Testosteron-Boostern. Ihre Wunderwirkung ist jedoch nicht belegt.
Sildenafil und Tadalafil sind auch in niedrigen Dosierungen verschreibungspflichtige Arzneistoffe bei Erektionsschwäche. Sie finden sich häufig undeklariert - und teilweise gefährlich hoch dosiert - in angeblich natürlichen Potenzmitteln aus dem Internet. Insbesondere sogenannte Honig-Pasten sind auffällig oft betroffen.
Immer wieder fallen bei Kontrollen Nahrungsergänzungen mit verbotenen Arzneistoffen oder nicht zugelassenen neuartigen Zutaten auf. Wie kann man sich schützen?
Die Forschung zu Resveratrol, OPC oder Traubenextrakten steckt noch in den Kinderschuhen - viele Werbeaussagen sind nicht ausreichend wissenschaftlich belegt. Und es gibt auch viel Schmu dabei.
Bei Nahrungsergänzungsmitteln ist Ginkgo oft nur eine werbewirksame "Schmuckzutat". Die in der Lebensmittelindustrie verwendeten Extrakte werden durchaus kritisch gesehen. Der pharmakologisch wirksame Ginkgo-Trockenextrakt bleibt Arzneimitteln vorbehalten.
Kürbiskernprodukte werden zur Behandlung von Prostatabeschwerden verkauft - doch die Studienergebnisse für Nahrungsergänzungsmittel machen wenig Hoffnung.
Angeblich sollen Nahrungsergänzungsmittel mit Lycopin die Gesundheit von Herz, Augen, Prostata und Haut schützen. Doch der vermeintliche Nutzen von Lycopin als Nahrungsergänzung ist nicht bewiesen.
Was den Bienenstock schützt, könnte doch auch dem Menschen nützen? Zumindest für den Nutzen von Nahrungsergänzungsmitteln mit Propolis gibt es keine Beweise.