Lassen sich Immunsystem und Abwehrkräfte mit Nahrungsergänzungsmitteln auf Trab bringen? Die Werbung verspricht, dass die Mittel zum Beispiel Erkältungen abwehren oder Körperzellen vor Umwelteinflüssen schützen.
Einfach ein paar spezielle Bakterien nehmen und die Verdauungsprobleme sind weg? Die Verbraucherzentralen beschreiben, warum solche Werbebotschaften ebenso wie "Probiotika zum Abnehmen" und "Alternative zur Abnehmspritze" mit Vorsicht zu betrachten sind.
Long-COVID ist eine Erkrankung. Nahrungsergänzungsmittel sind aber als Produktgruppe nur für Gesunde vorgesehen und nicht zur Therapie geeignet. Es gibt auch keine Beweise für eine Symptomlinderung bei dieser Krankheit. Oft dienen zugelassene Werbeaussagen symptomorientiert als Basis für die Produktzusammensetzung.
Draußen ist es feucht, kalt und ungemütlich. Zeit für einen Immunbooster, um die Abwehrkräfte in Schwung zu bringen? Wie ein Marktcheck der Verbraucherzentrale zeigt, liefern solche Nahrungsergänzungsmittel eine ordentliche Portion Zucker oft gleich mit. Angaben zu Kalorien und Zuckergehalt sind leider - ganz legal - oft Fehlanzeige.
Corona-Infektionen bleiben ein Thema, für viele Menschen heißt es "bloß kein zweites Mal". Vor allem Angebote im Onlinehandel suggerieren die Möglichkeit der Vorbeugung auch gegen Influenza und eine Stärkung des Immunsystems durch Nahrungsergänzungsmittel.
Den Körper zu entgiften oder zu "entschlacken" ist angesagt, egal ob müde oder abgespannt, Kopfschmerzen, ein paar Kilo zu viel oder als Longevity-Maßnahme. Was können Detox-Produkte wirklich? Halten diese Nahrungsergänzungsmittel, was sie versprechen?
Zink wird zur Stärkung des Immunsystems empfohlen. Der Nutzen ist allerdings nicht bewiesen, zumal die Versorgungslage gut ist. Zuviel ist problematisch.
Vor allem junge Frauen und ältere Menschen nehmen zu wenig Calcium mit der Nahrung auf. Doch sind deshalb Nahrungsergänzungsmittel nötig? Oder können die Produkte sogar problematisch sein?
Aroniabeeren werden getrocknet, als Saft, Kapseln oder Pulver angeboten. Ist bei diesen Produkten etwas zu beachten? Könnte Blausäure ein Problem sein?
Prävention durch Nahrungsergänzungsmittel – das suggeriert manch Anbieter von Zistrosen-Produkten. Wo ist der Unterschied zu Tee? Was ist wichtig beim Einkauf?
Maqui wird als Beere mit außergewöhnlichem Nährstoffgehalt beworben. Pulver und Extrakte sollen gegen trockene Augen, bei Diabetes und gegen Entzündungen helfen. Ist das realistisch?
Spirulina-Nahrungsergänzungsmittel sollen mit viel Chlorophyll und Eiweiß gegen die verschiedensten Krankheiten und bei der Gewichtsreduktion helfen. Bewiesen ist das nicht.
Aloe vera wird als Wellness- und Gesundheitspflanze beworben. Hier erfahren Sie alles über die Pflanze und worauf Sie achten müssen. Denn bei einigen Produkten ist Vorsicht geboten.
Die Forschung zu Resveratrol, OPC oder Traubenextrakten steckt noch in den Kinderschuhen - viele Werbeaussagen sind nicht ausreichend wissenschaftlich belegt. Und es gibt auch viel Schmu dabei.
Schöne Bräune und UV-Schutz durch Nahrungsergänzung? Die Wirkung von Betacarotin und anderen Carotinoiden wie Lutein oder Astaxanthin ist nicht belegt. Vor allem für Menschen, die rauchen, besteht Gesundheitsgefahr.
Regelmäßige Aufenthalte im Freien bewirken normalerweise eine ausreichende Bildung von Vitamin D in der Haut. Einige Menschen haben aber zusätzlichen Bedarf. Zu hoch dosiert kann Vitamin D jedoch langfristig die Gesundheit beeinträchtigen.
Wer frisches Gemüse und Obst isst, hat keinen Vitamin-C-Mangel. Vitamin C steckt aber auch in vielen anderen Lebensmitteln. Der Bedarf wird oft überschätzt. Viele erhoffen sich durch Extra-Vitamin-C einen Push für's Immunsystem. Die Verbraucherzentralen beschreiben, worauf Sie achten können.
Was den Bienenstock schützt, könnte doch auch dem Menschen nützen? Zumindest für den Nutzen von Nahrungsergänzungsmitteln mit Propolis gibt es keine Beweise.
Das, was den Unterschied zwischen einer kurzlebigen Arbeitsbiene und der langlebigen Königin ausmacht, könnte doch auch Menschen Vitalität und Anti-Aging bescheren? Wissenschaftliche Beweise gibt es nicht.