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Magnesium-Malat hochdosiert

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Frage

Ist Magnesium-Malat hochdosiert gesundheitsschädlich? 1200-1300mg pro Tag. Im Fitnessstudio schwärmt eine Kursleiterin davon.

Antwort

In Nahrungsergänzungsmittel sind verschiedene Magnesium-Verbindungen erlaubt. Beispiele sind Magnesiumoxid, Magnesiumcarbonat, Magnesiumcitrat und eben auch Magnesiummalat. Im Körper werden diese Verbindungen dann aufgespalten. Hersteller werben oft damit, dass die jeweilige angebotene Verbindung besser für den Körper verfügbar ist als andere. Es gibt nicht viele wissenschaftliche Studien, die sich mit der Bioverfügbarkeit von Magnesiumverbindungen beim Menschen und deren Einflussfaktoren beschäftigen. Nach der jetzigen Datenlage ist davon auszugehen, dass Magnesium aus allen Magnesiumverbindungen aufgenommen wird.

Für Magnesium wird vom Bundesinstitut für Risikobewertung aus Gründen des vorbeugenden Gesundheitsschutzes 250 mg als Tageshöchstmenge in Nahrungsergänzungsmitteln empfohlen. Die von Ihnen genannten Mengen liegen weit über dieser Empfehlung. Bereits bei einer zusätzlichen Magnesiumzufuhr von 300 mg pro Tag kann es bei empfindlichen Personen zu Durchfällen und Magen-Darm-Beschwerden kommen. Eine Dosis von über 2500 mg pro Tag kann sogar sehr gefährliche Nebenwirkungen wie Blutdruckabfall oder Muskelschwäche haben.

Nahrungsergänzungsmittel gelten als Lebensmittel und werden nicht auf Sicherheit und Wirksamkeit überprüft. Gerade bei einer Langzeit-Verwendung sind die Gesundheitsrisiken oft nicht untersucht. Beispielsweise kann dadurch die Aufnahme von Medikamenten, anderer Nährstoffe oder deren Stoffwechsel beeinträchtigt werden. Daher ist von einer Langzeitaufnahme ohne regelmäßige ärztliche Überwachung abzuraten.

Muskelkrämpfe/-schmerzen haben unterschiedliche Ursachen, am häufigsten sind Überforderung oder Unterforderung des Muskels, zu wenig Flüssigkeitszufuhr, Störungen im Elektrolythaushalt, aber auch krankheitsbedingte Krämpfe treten auf. Die Ursachen der Krämpfe sollten daher ärztlich abgeklärt werden.

Nach der aktuellen wissenschaftlichen Datenlage ist ein positiver Effekt einer zusätzlichen Magnesiumgabe über den Bedarf hinaus bei Muskelkrämpfen nicht eindeutig belegt. Daher ist nur bei einem nachgewiesenen Versorgungsdefizit eine gezielte Ergänzung in Absprache mit dem Arzt zu erwägen.

Mehr dazu finden Sie hier: Magnesium – Was ist zu beachten?

Bitte beachten Sie, dass die Antwort auf diese Verbraucheranfrage den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.

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