Menü

Fünf Tipps zu Nahrungsergänzungsmitteln

Stand:

Wer Nahrungsergänzungsmittel nimmt, hofft auf Wohlbefinden und erwartet, dadurch gesund zu bleiben. Fünf Tipps, was Sie bedenken sollten.

Das Wichtigste in Kürze:
Auf's Wissen kommt es an!

  • Nahrungsergänzungsmittel (NEM) sind keine ganz normalen Lebensmittel. Deswegen sind ausreichende Informationen im Vorfeld eigentlich ein Muss.
  • Natürliche Produkte sind nicht zwangsläufig sicher. Sie müssen bei allen NEM immer auch mit unerwarteten Wirkungen und Wechselwirkungen mit Arzneimitteln rechnen.
  • Verschweigen Sie Ihrem Arzt die Verwendung von NEM nicht.

 

Junge Frau informiert sich im Internet über die Inhaltsstoffe
On

Informieren Sie sich

Nahrungsergänzungsmittel (NEM) sind durch ihre dosierte Form als Tabletten, Pulver oder Ampullen Arzneimitteln sehr ähnlich. Im Gegensatz zu Medikamenten gibt es jedoch für diese Lebensmittel keine Standards z.B. für Pflanzenextrakte. Festgelegt ist nur, welche Vitamine und Mineralstoffe verwendet werden dürfen. Weder Wirkung noch Sicherheit werden vorab von den Behörden geprüft. Für die Sicherheit sind die Hersteller bzw. Verkäufer verantwortlich. Werbeaussagen müssen stimmen – kontrolliert wird das aber erst im Nachhinein, von Konkurrenten, Verbraucherschutzorganisationen und der Lebensmittelüberwachung.

Wenn Sie sich vorab über Inhaltsstoffe informieren wollen, können Sie das hier mittels Suche auf unserer Webseite oder aber über die Produktkategorien auf der Startseite oder unter dem Menüpunkt "Produkte" tun. Was auf der Verpackung eines seriösen Herstellers alles drauf steht – natürlich (auch) in deutscher Sprache – finden Sie hier.

Natürlich heißt nicht sicher

Nicht alles was natürlich ist, ist auch wirklich sicher. Schließlich gibt es viele giftige Pflanzenstoffe. Denken Sie nur an Fliegenpilz, Tollkirsche oder Goldregen. Seien Sie skeptisch, wenn ein Produkt behauptet, es hätte keine Nebenwirkungen, weil es ganz natürlich sei. Begriffe wie „standardisiert“, „geprüft“, „zertifiziert“ haben keine echte Aussagekraft und stehen eher für ein Qualitätsmanagement in der Produktion und nicht zwangsläufig für Wirksamkeit.

Neben- und Wechselwirkungen sind möglich

Manche Nahrungsergänzungsmittel können Wechselwirkungen mit Medikamenten wie beispielsweise Blutgerinnungshemmern, Anti-Baby-Pille oder Antidepressiva haben, diese also in ihrer Wirkung abschwächen oder auch verstärken. Das gilt ganz besonders für Nahrungsergänzungsmittel mit Pflanzenstoffen wie Goji oder Ginkgo. Mehr Beispiele gibt es hier. Außerdem können einige NEM leichte, vorübergehende Nebenwirkungen wie z.B. Magen-Darm-Beschwerden verursachen. Bei länger anhaltenden Problemen sollten Sie sich an ihren Arzt wenden.

Seien Sie sich bewusst, dass verbotene Arzneistoffe enthalten sein können

Betroffen davon sind insbesondere Schlankheitsmittel und Fatburner, Produkte zur Steigerung von Potenz und Libido sowie Nahrungsergänzungsmittel für Sportler (Muskelaufbau, Body-Building). Mehr dazu Gesundheitsgefahr durch illegale Stoffe

Untersuchungen haben gezeigt, dass die Aussage „100 % pflanzlich“ vor allem bei solchen Produkten und insbesondere aus dem Ausland längst nicht immer stimmt.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt und/oder Apotheker

Ihr Arzt sollte über alles Bescheid wissen, was Sie außerhalb von verschriebenen Medikamenten (von allen Ärzten) für Ihre Gesundheit einnehmen, egal ob es sich um Nahrungsergänzungsmittel, mit Vitaminen oder z.B. Eisen angereicherte Lebensmittel (wie Säfte) oder frei verkäufliche Medikamente handelt, und egal, von wem Sie Ihnen empfohlen wurden. Nur dann kann er Ihre Laborwerte richtig einschätzen, den Überblick behalten und dafür sorgen, dass es Ihnen gut geht. Damit Sie den Überblick behalten gibt es unser Formular zum Download. Bei Fragen zu Wechselwirkungen hilft man Ihnen auch in der Apotheke weiter.

Förderlogo BMJV