Risiken bei Nahrungsergänzungsmitteln: Wechselwirkungen mit Medikamenten, Dosierung, Umgang mit den Nahrungsergänzungsmitteln aus dem Internet. Schadstoffe und illegale Stoffe in Nahrungsergänzungsmitteln.
Sie sind chronisch krank oder nehmen regelmäßig Medikamente? Dann sollten Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit auf jeden Fall vor der Verwendung von Nahrungsergänzungsmitteln ärztlichen Rat suchen. Vor allem aber: Sagen Sie Ihren Ärzt:innen Bescheid, wenn Sie etwas nehmen.
Nahrungsergänzungsmittel können in Wechselwirkung mit Medikamenten treten. Deren Wirkung kann dadurch verstärkt oder verringert werden. Vorher informieren schützt.
Die Einnahme von Arzneimitteln kann mit spezifischen Risiken verbunden sein. Hersteller müssen über Gegenanzeigen, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen auf dem "Beipackzettel" informieren - bei Nahrungsergänzungsmitteln aber nicht. Hier eine den einzelnen Inhaltsstoffen zugeordnete Auflistung.
Mikronährstoffe wie Vitamine und Mineralstoffe sind für den Körper lebenswichtig. Zu viel davon kann jedoch gefährlich werden. Die angegebene Tagesdosis (Verzehrempfehlung des Herstellers) keinesfalls überschreiten.
Bei Nahrungsergänzungsmitteln findet man oft Aussagen wie "höhere Bioverfügbarkeit" oder "besonders bioverfügbar". Das heißt, der Körper soll die enthaltenen Nährstoffe besonders gut aufnehmen. Was zunächst positiv klingt, kann auch problematisch sein. Die Verbraucherzentralen erklären, was wichtig ist.
Brausetabletten wirken praktisch – doch in ihnen versteckt sich viel Salz, wie ein Marktcheck der Verbraucherzentrale zeigt. Erfahren Sie, welche Nachteile lauern und wie Sie diese vermeiden können.
Bei Nahrungsergänzungsmitteln mit Weizengraspulver, Gerstengraspulver oder anderen Blattpulvern, ist eine Belastung mit Krankheitserregern möglich. Auch werden Belastungen mit Schwermetallen, krebserzeugenden polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) und Toxinen gemeldet.
Mehr oder weniger regelmäßig gibt es Warnhinweise und Produktrückrufe aufgrund überhöhter Jod-Gehalte in Meeresalgenprodukten. Worauf können Sie achten, um sich zu schützen?
Pflanzliche Zutaten sind der Renner bei Nahrungsergänzungsmitteln. Das zeigt die Auswertung von über 2.500 Anfragen und Beschwerden bei unserem Portal Klartext Nahrungsergänzung. Dabei sind die Mittel längst nicht so harmlos, wie die Werbung vermuten lässt.
Nicht nur Pflanzenextrakte in Nahrungsergänzungsmitteln werden immer mehr. Auch exotische "gesundheitsförderliche" Pflanzen in Nahrungsergänzungsmitteln boomen. Doch "natürlich" heißt nicht unbedingt "sicher"! Bestimmte Pflanzen sind gefährlich. Es gibt Regelungsbedarf!
Exotische "gesundheitsförderliche" Pflanzen in Nahrungsergänzungsmitteln boomen. Der Verbraucherschutz ist aus Sicht der Verbraucherzentralen nicht gewährleistet.
Heilpflanzen im Nahrungsergänzungsmittel – das klingt nach natürlicher Medizin mit sanfter Wirkung. Der Haken daran – die Pflanzen dürfen gar keine pharmakologische (also medizinische) Wirkung haben.
Amygdalin aus Aprikosenkernen gegen Krebs? Die Wirkung ist nicht nachgewiesen. Aber die beim Verzehr entstehende Blausäure kann zu schweren akuten Vergiftungen führen.
Cumarin ist in größeren Mengen lebertoxisch. Es kann in Nahrungsergänzungsmitteln mit Cassia-Zimt, Steinklee, Lavendel, Waldmeister oder Tonkabohnen enthalten sein.
Vor allem bei Nahrungsergänzungsmitteln von ausländischen Herstellern ist eine Gefährdung durch Pestizide, illegale Zutaten, natürliche Giftstoffe oder Mikroben möglich.
Nahrungsergänzungsmittel können bei unsachgemäßer Herstellung gefährliche polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) wie Benzpyren, Dioxine oder polychlorierte Biphenyle (PCB) enthalten.
Ayurvedische Produkte und Nahrungsergänzungsmittel können giftige Schwermetalle enthalten. Weltweit werden immer mal wieder Vergiftungsfälle bekannt. Worauf sollten Sie achten?
Blausäure ist ein natürlicher Schadstoff in Pflanzen. Er kommt zum Beispiel in Leinsamen, Aprikosenkernen, Mandeln und anderen Fruchtkernen vor, die auch Bestandteil von Nahrungsergänzungsmitteln sind. Wir geben Tipps, wie Sie eine Vergiftung vermeiden.
Immer wieder fallen bei Kontrollen Nahrungsergänzungen mit verbotenen Arzneistoffen oder nicht zugelassenen neuartigen Zutaten auf. Wie kann man sich schützen?
Sibutramin ist ein seit 2010 weltweit verbotener, ursprünglich verschreibungspflichtiger Arzneistoff. Er wird von Überwachungsbehörden häufig in angeblich "natürlichen" Schlankheitsmitteln vor allem aus Internetshops gefunden - ohne Namensnennung. Ebenfalls illegal eingesetzt werden die Substanzen Phenolphthalein, Rimonabant und Lorcaserin.
Sildenafil und Tadalafil sind auch in niedrigen Dosierungen verschreibungspflichtige Arzneistoffe bei Erektionsschwäche. Sie finden sich häufig undeklariert - und teilweise gefährlich hoch dosiert - in angeblich natürlichen Potenzmitteln aus dem Internet. Insbesondere sogenannte Honig-Pasten sind auffällig oft betroffen.
Die Chemikalie Dinitrophenol (DNP) wird europaweit in Onlineshops illegal in als Fatburnern / Schlankheitsmittel vor allem für Bodybuilder angeboten. Sie reichert sich im Körper an und wird dadurch lebensgefährlich.